Unsere »Blaue Kapelle«

Blaue Kapelle
Foto: Grahe

Im Jahr 2000 haben wir unsere Friedhofskapelle (erbaut 1950-1951) renoviert. Dabei sind wir den ungewöhnlichen Weg gegangen, eine Innenarchitektin (Susanne Scholz) mit der Gestaltung zu beauftragen.
Sie hat ihre (und unsere Ideen) zum Thema Tod, Auferstehung und Leben in die Möglichkeiten des Raumes optimal übersetzt.
Den Boden und die Bänke hat sie so gelassen wie sie waren. Die dunklen, erdigen Farbtöne vermitteln den Eindruck, einen guten Stand und Halt zu haben. Man spürt: Der Boden trägt.
Die Wände und vor allem der "Himmel" sind in blau, nach oben hin immer offener (heller) gestaltet.
Wenn man den Raum betritt, fällt als erstes das schöne, gelbe Fenster über dem Altar auf. Die Erfahrung, beim Sterben auf ein Licht zuzugehen und in ein unbeschreibliches Licht zu gelangen, legt sich nahe. Auch die anderen Fenster sind entsprechend gestaltet. Die Lampen sehen aus wie Monde.
Durch das unterschiedliche Farbspiel - je nach Einfall der Sonne - entsteht wechselnd blaues und grünes Licht auf den Wänden (Himmel und Leben).


Die Kapelle hat ca. 70 Sitzplätze.
Im Dachreiter hängt die älteste Glocke von Garbsen. Sie ist irgendwann in der Zeit von 1431-1455 von Hans Meiger gegossen worden.
Burkhard Grahe

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