12. Dezember 2016

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faire Geschenke

Schokolade, Wein und Pasta mit gutem Gewissen verschenken

faire Geschenke (2016)
Rhoda (großes Bild, von links, 13), Liana (14) und Björn (13) haben mitgeholfen, die Boxen zu verzieren und zu packen. Marco Rühmkorf (kleines Bild), Mitarbeiter im Stadtmarketing, präsentiert die Auszeichnung als Fairtrade-Stadt und die Faire Bohne Garbsen. Fotos: Lütjens (3)

Bei der Kirchengemeinde Alt-Garbsen können fertig gepackte Boxen mit fair gehandelten Produkten bestellt werden / Jugendliche haben Kartons gebastelt
Von Anke Lütjens (Leinezeitung am 10.12.2016)

Garbsen ist seit 2014 Fairtrade-Stadt und konnte den Titel in diesem Jahr bestätigen. Dazu haben viele ehrenamtlich Engagierte beigetragen – wie die Mitarbeiter des Fairen Ladens der Kirchengemeinden Silvanus und St. Raphael in Berenbostel sowie der Kirchengemeinde Alt-Garbsen. Auch in Gastronomie und Handel sind fair gehandelte Waren im Angebot.
Jugendliche basteln Kartons
Schenken und damit Gutes tun: Das haben sich auch Rhoda (13), Liana (14) und Björn (13) gedacht. Die drei Jugendlichen aus der Kirchengemeinde Alt-Garbsen haben Schuhkartons mit recyceltem Papier beklebt. Diese werden als Geschenkboxen mit fairen Waren gefüllt und können vor Ort und über die Homepage der Gemeinde www.alt-garbsen.de bestellt werden.
„Wir haben uns Themen überlegt und Probeboxen gepackt“, sagt Andrea Spremberg, Diakonin der Gemeinde. Insgesamt gibt es elf Vorschläge und eine Wunschbox. Unter anderem sind eine Schokobox, eine Weinbox, eine mit Kaffee und Tee und eine mit Pasta erhältlich. Die Curry-Kochbox enthält alles, was für ein vollständiges Gericht benötigt wird: Kokosmilch, Reis, Chutneys, Gewürze und ein Rezept. „Für die Jugendlichen ist das ein tolles Projekt, wenn sie sehen, dass Erwachsene ihre Idee unterstützen und anerkennen“, betont die Diakonin.
Die Geschenkpäckchen kosten zwischen 15 und 50 Euro – in Fünf-Euro-Schritten. „Wir machen das seit mehr als 20 Jahren. Vorher haben wir aber Überraschungsboxen für Männer, Frauen und Kinder gepackt“, sagt Spremberg. Neu sind in diesem Jahr die Vorschläge und die Rezepte. Es gibt auch einen Minikatalog zum Anschauen.

Bestellungen müssen bald raus
Die Boxen sollten bis Donnerstag, 15. Dezember, bestellt werden. Sie können dann bis Donnerstag, 22. Dezember, abgeholt werden. Die Produkte wie Schokolade, Kaffee, Tee, Wein, Aufstriche und vieles mehr seien hochwertig, fair gehandelt und in Bioqualität, versichert Spremberg. Der Wein von „libera terra“ stammt aus Sizilien und wird auf Land angebaut, das einst von der Mafia kontrolliert wurde.
Die Leitung des Fairtrade-Projektes liegt in den Händen von Rebecca Neumann. Der Fair-Kauf-Schrank steht im Foyer des Gemeindehauses an der Calenberger Straße. Die Möglichkeit zum Einkauf besteht zu den Büroöffnungszeiten montags bis mittwochs, 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 17 bis 19 Uhr sowie am Verkaufsstand mittwochs von 11 bis 17 Uhr.
Faires Handeln spielt in der Gemeindearbeit eine große Rolle. Das reicht vom Einkauf über Bestattungen im Hinblick auf Ökologie und Nachhaltigkeit bis zum Einsatz von Erdwärme. Von der Gemeinde ist außerdem der Impuls ausgegangen, die Stadt Garbsen zur Fairtrade-City zu entwickeln. Erika Böker hatte die Bewerbung initiiert.
Wer Interesse am fairen Handel hat, findet Ansprechpartner in den Kirchengemeinden und im Stadtmarketing. Weitere Infos gibt Marco Rühmkorf unter Telefon (0 51 31) 70 73 06 und nach einer E-Mail an marco.ruehmkorf@garbsen.de.

 

Frau Rebecca Neumann

Rebecca Neumann

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Frau Andrea Spremberg

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